Sprache – Kunst – Vermittlung.
Cynthia Krell & Julia Weitzel
Bericht zum achten kunstpädagogischen Forschungskolloquium in Loccum
„Bilder beschäftigen mich. Bilder sind das, was die Dinge bedeuten. Zum Beispiel das Wort Bild. Es erinnert an weiches, nacktes Fleisch, das an der Luft schimmert wie die regenbogenfarbene Haut einer Blase. Ein Bild erinnert an andere Bilder, an die Vielfältigkeit des Bildseins. Bilder platzen mit einem leisen Zischen, ihre Zerstörung ist so wunderbar wie ihr Dasein.“ E. L. Doctorow, Das Buch Daniel, 1974
Ein Nachdenken über das Verhältnis von Kunst[1] und Sprache, Bild und Wort ist für die Gestaltung von Lehr- und Lernprozessen von zentraler Bedeutung. Denn sowohl in der Schule als auch im Museum verständigen wir uns hauptsächlich mit Sprache über Bilder. Welche besondere Rolle spielt bei diesem Prozess nun die Sprache beziehungsweise das Sprechen? Die verbale Sprache ist eines der Hauptwerkzeuge bei der Vermittlungsarbeit in der Allgemeinbildenden Schule und Hochschule, in Ausstellungen und Museen. In Lehr- und Lernsettings wird eine kommunikative Situation von Kunstlehrerinnen und -lehrern sowie Kunstvermittlerinnen und -vermittlern bewusst hergestellt, gestaltet und gelenkt, sodass ein Austausch und eine soziale Interaktion zwischen den Subjekten stattfindet. Versprachlicht werden in erster Linie subjektive Wahrnehmungsprozesse und objektbezogene Aussagen z.B. bei der Rezeption von künstlerischen Arbeiten, der Produktion und Reflexion von eigenen ästhetischen Arbeiten sowie beim Gespräch über diese Produkte und Prozesse. Weiterlesen »

