Kulturelle Bildung

“Der wahre Sinn der Kunst liegt nicht darin, schöne Objekte zu schaffen. Es ist vielmehr eine Methode, um zu verstehen. Ein Weg, die Welt zu durchdringen und den eigenen Platz zu finden.”
(Paul Auster)

Das allgemeinbildende Schulsystem mit seinen Fächern Kunst, Musik und, wo vorhanden, Theater, dazu in Deutsch und den Fremdsprachen in ihren literatur- und kulturgeschichtlichen Anteilen ist die Institution, in der grundsätzlich alle Kinder und Jugendlichen künstlerisch kulturelle Bildung erfahren. Zunehmend kommt auch die Bedeutung der Bildungsprozesse im vorschulischen Elementarbereich (Kindergärten und Kindertagesstätten) in den Blick. Viele außerschulische kulturelle Bildungseinrichtungen wenden sich ebenfalls an Kinder und Jugendliche, so Jugendkunstschulen und Musikschulen, in Teilen auch soziokulturelle Einrichtungen und sonstige Kulturvereine (z.B. Kindermuseen).

Die Kulturschaffenden und Institutionen sind in zahlreichen Verbänden organisiert, die ihre Mitglieder in ihren praktischen Bedürfnissen unterstützen, ihre Interessen gegenüber Öffentlichkeit und Politik vertreten und an der verbandsinternen kulturpolitischen, de facto auch bildungspolitischen Willensbildung arbeiten.

•      Die bundesweite Dachorganisation der Bundeskulturverbände ist der Deutsche Kulturrat. 234 Bundeskulturverbände und Organisationen haben sich in acht Sektionen dem Deutschen Kulturrat angeschlossen. Der Deutsche Kulturrat ist der Ansprechpartner der Politik und Verwaltung des Bundes, der Länder und der Europäischen Union in allen kulturpolitischen Angelegenheiten.

•      Die Bundesvereinigung Kulturelle Kinder- und Jugendbildung (BKJ) ist der Dachverband der Kulturellen Kinder- und Jugendbildung in Deutschland. Sie ist ein Zusammenschluss von 55 bundesweit agierenden Fachverbänden. Vertreten sind die Bereiche Musik, Spiel, Theater, Tanz, Rhythmik, bildnerisches Gestalten, Literatur, Museum, Medien, Zirkus und kulturpädagogische Fortbildung.

Deutschland ist – immer noch – das Land mit der weltweit stärksten künstlerisch-kulturellen Infrastruktur, die – grundsätzlich – auch die beste Infrastruktur kultureller Bildung bietet. Voraussetzung dafür ist eine inzwischen häufiger vorkommende, aber noch lange nicht selbstverständliche Synergiebildung zwischen den formell und informell kulturell bildenden Institutionen, etwa durch Kooperation zwischen Schulen und außerschulischen kulturellen (Bildungs)Einrichtungen vom Profi- bis zum Amateurbereich.

Referatsleiter

Clemens Höxter

 

 

 

 

 

 

Clemens Höxter
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