Internationales

Viele inhaltliche und bildungspolitische Herausforderungen kunstpädagogischer Arbeit haben nationalstaatliche Grenzen längst hinter sich gelassen.

Prominentestes bildungspolitisches Beispiel ist das Zurückdrängen des Faches Kunst in der Folge der PISA-Studien: Um im internationalen Wettbewerb der sogenannten „Hauptfächer“ gut abzuschneiden, werden weltweit immer mehr Bildungsressourcen in diesen Bereich verschoben. Das „Nebenfach“ Kunst hat dadurch einen schlechteren Stand, obwohl es einen unverzichtbaren Beitrag zur ganzheitlichen Bildung des Menschen liefert. Dies gilt sogar für Länder, die an den Studien überhaupt nicht teilnehmen.

Inhaltlich hat die deutsche Kunstpädagogik eine erhebliche Breite und Tiefe zu bieten, sei es in der schulischen und außerschulischen Praxis oder im Fachdiskurs. Noch zu selten erfahren Interessierte aus dem Ausland davon. Zugleich werden fachspezifische Erkenntnisse aus anderen Ländern bei uns nur ansatzweise rezipiert.

Das BDK-Referat für Internationales unterstützt die grenzüberschreitende Vernetzung unseres Faches. Dazu berichtet es von Entwicklungen, Diskussionen und Praxisbeispielen aus Europa und der ganzen Welt, beispielsweise im Newsletter, zu dem Sie sich hier anmelden können. Das Referat bestärkt deutsche Kolleginnen und Kollegen darin, sich international zu orientieren und zu engagieren. Zugleich vertritt es den BDK in internationalen Zusammenhängen, u. a. im entsprechenden Fachausschuss der Bundesvereinigung Kulturelle Kinder- und Jugendbildung (BKJ), im European Network of Visual Literacy (ENViL) und bei der International Society for Education Through Art (InSEA).

 

Marc Fritzsche
Institut für Kunstpädagogik
Justus-Liebig-Universität Gießen
Karl-Glöckner-Straße 21 H
35394 Gießen
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