Hochschulen

Das Hochschulreferat wird in der nächsten Amtsperiode (ab 22. März 2015) vom geschäftsführenden Vorstand neu besetzt.

Das Hochschulreferat vernetzt Lehrende an Hochschulen. Es verbreitet Informationen zu hochschulrelevanten Themen, Tagungen, Forschungsprojekten, Kolloquien, Publikationen etc. Zu den Aufgaben der Hochschulreferentin gehört auch die Unterstützung  des wissenschaftlichen Nachwuchses (z.B. BDK-Forschungstag).


Forschungstage für Nachwuchswissenschaftler_innen

Forschungstag für Nachwuchswissenschaftler_innen 2015
Kunstpädagogische Forschungsfelder zwischen Theorie und Praxis
Universität Mozarteum Salzburg 12.-13. Februar 2015

Kunstpädagogik hat viele Bezugskontexte, wie die Zusammensetzung aus Kunst und Pädagogik es bereits nahe legt. Diese Kontexte haben sowohl mit pädagogischer Praxis in Bildungsinstitutionen oder vermittelnder Praxis in Kunstinstitutionen zu tun, wie auch mit Theoriebildungen und einem sich ständig wandelnden wissenschaftlichen Selbstverständnis. So gibt es zunehmend Forschungen im Design der empirischen Sozialwissenschaften, wobei zumeist qualitative Forschungen, aber auch quantitative oder diskursanalytische Studien durchgeführt werden. Und es gibt die Erwartung des Praxisfeldes, dass kunstpädagogische Forschung Aussagen zur Praxis machen sollte – sowie die Erwartungen der Politik bezüglich numerischer Fakten.
Wissenschaftliche Empirie bedeutet aber noch mehr: Kunstpädagogische Forschungen orientieren sich an philosophischen und kulturwissenschaftlichen Begriffen, die für eine kunstpädagogische Theoriebildung angewandt werden und zu neuen Modellbildungen führen. Oder spezifische Herangehensweisen der Bildenden Kunst, der Medienkunst oder der Alltagskultur führen zu innovativen Praxisentwürfen, deren Wirkungsweisen und Bedingungsgefüge wissenschaftlich dargestellt werden. Mit der Thematisierung des Spannungsfeldes zwischen Theorie und Praxis werden die teilnehmenden Forschenden dazu aufgefordert, die eigene Fragestellung in diesem Feld zu verorten. Damit soll sich ein Raum der Positionen und der unterschiedlichen wissenschaftlichen Herangehensweisen abzeichnen. Gleichzeitig können sich Möglichkeiten des Transfers zeigen.
Der gemeinsame Forschungstag des BDK, des BÖKWE und des lbg findet als Auftakt zum Kongress „Blinde Flecken“ 2015 in Salzburg statt. Zentrales Anliegen der Veranstaltung ist die Vernetzung von Nachwuchswissenschaftler_innen und Kunstpädagog_innen, die ein wissenschaftliches Interesse am Fach verfolgen und aktuell im Kontext der Kunstpädagogik forschen oder die Absicht haben, eine Forschung zu beginnen. Ziel des Forschungstages ist es, Nachwuchswissenschaftler_innen ein Forum zu bieten. So wird es am ersten Tag Möglichkeiten des Austausches und der gemeinsamen Arbeit am Material geben, des Kennenlernens von Methoden und Arbeitsweisen. Am zweiten Tag stellen Nachwuchswissenschaftler_innen ihre vor kurzem abgeschlossenen kunstpädagogischen Forschungsprojekte vor und zur Diskussion.

Konzeption und Organisation
Prof. Dr. Sara Burkhardt (Burg Giebichenstein Kunsthochschule Halle / Hochschulreferentin des BDK), Prof. Dr. Christine Heil (Universität Duisburg-Essen)
mit Unterstützung von Antje Dudek (Burg Giebichenstein Kunsthochschule Halle), Sarah Steinke und Sabine Sutter (Universität Duisburg-Essen).

Der Forschungstag wurde finanziert vom BDK e.V. Fachverband für Kunstpädagogik mit Unterstützung des BÖKWE (Berufsverband Österreichischer Kunst- und WerkerzieherInnen) sowie der BDK-Landesverbände Bayern, Niedersachsen und Sachsen-Anhalt.

Vorträge
Dr. Sidonie Engels: Kunstbetrachtung in der Schule. Theoriebildung zwischen 1953 und 1979 im ‚Handbuch der Kunst- und Werkerziehung’ – ein Grundstein der Kunstpädagogik.
Marc Fritzsche: Interfaces. Kunstpädagogik und digitale Medien.
Katharina Schneider: Ästhetische Erfahrung in Spielpraktiken 2- bis 6-jähriger Kinder. Eine ethnografische Studie im Elementarbereich.
Dr. Anne Zimmermann: Fake. Kunst. Bildung. Die künstlerische Strategie Fake aus kunstpädagogischer Perspektive.

Workshops
1  Bild-Nachbarschaften in qualitativ empirischen Fallanalysen: Fotografien in Reihen, Clustern und visuellen Kontexten rekonstruieren.
Sabine Sutter (Universität Duisburg-Essen), Dr. Jörg Grütjen (UNESCO-Schule in Kamp-Lintfort)

2  Diskursanalyse.
Esther Richthammer (Otto-Schott-Gymnasium Mainz)

3  Ethnografische Forschung und Grounded Theory. Exemplarisch im Feld der frühkindlichen ästhetischen Bildung.
Katharina Schneider (Pädagogische Hochschule Ludwigsburg)  

4  Experimente mit künstlerischen Verfahren in teambasierten Forschungsprozessen
Anne Gruber, Anna Schürch und Sascha Willenbacher (Teambasiertes Forschungsprojekt “Kalkül und Kontingenz” am IAE an der ZHDK Zürich)

5  forschung macht unterschiede. un/doing differences in kunstpädagogischen Forschungsprozessen
Marion Thuswald (akademie der bildenden künste wien)

6  Visuelle Netzwerkforschung. Visuelle Erhebung von sozialen Netzwerken mit Hilfe der Software VennMaker
Dr. Markus Gamper (Universität zu Köln)

Poster
Beim Forschungstag 2015 gab es für Nachwuchswissenschaftler_innen die Möglichkeit, Poster zu präsentieren. Einige der Poster stehen hier zum Download zur Verfügung. Die Rechte liegen jeweils bei den Autor_innen.

 

Forschungstag für Nachwuchswissenschaftler_innen 2012
Was gilt es in der Kunstpädagogik zu erforschen? Wie wird geforscht?
Deutsches Hygiene-Museum Dresden 18.-19.10.2012

Der Forschungstag des BDK e.V. Fachverband für Kunstpädagogik findet traditionellerweise als Auftakt zum Bundeskongress (19.-21.10.2012 www.kunst-paedagogik-partizipation.de) statt. Zentrales Anliegen der Veranstaltung ist die Vernetzung von Nachwuchswissenschaftler/innen und Kunstpädagog/-innen im deutschsprachigen Raum, die ein wissenschaftliches Interesse am Fach verfolgen und aktuell im Kontext der Kunstpädagogik forschen oder die Absicht haben, eine Forschung zu beginnen. Den Teilnehmenden soll ein Überblick über die Pluralität aktueller Fragestellungen, Methoden und Theorien und nicht zuletzt interessanter Inhalte gegeben sowie die Möglichkeit zur exemplarischen Erkundung von Forschungswegen eröffnet werden. Die Reflexion des wissenschaftlichen Selbstverständnisses findet in der Schnittmenge von Praxis- und Theoriefeldern der Pädagogik und der Bildenden Kunst, den angrenzenden Theorien von Kultur-, Geistes- und Sozialwissenschaften, Philosophie und Psychoanalyse statt.
Auch deshalb findet der diesjährige Forschungstag in Kooperation mit dem Deutschen Hygiene-Museum Dresden statt, an einem Ort der Vermittlung zeitgenössischen Wissens und des interdisziplinären Forschens im Kontext von Wissenschaft, Bildung und Kultur.
Ein konkreter Gegenstand der Anregung und Auseinandersetzung sollen die aktuell dort unternommenen und präsentierten Forschungsvorhaben bilden, wie „Die Leidenschaften“, „Erkenne Dich selbst!“, das „KUR-PROJEKT“ bzw. Standpunkte zur Kulturellen Bildung (siehe www.dhmd.de). Im Dialog mit Mitarbeiter/-innen des Hauses sollen diese interdisziplinären Projekte auf Schnittmengen zu kunstpädagogischen Forschungsfeldern und in Hinblick auf ihr Anregungspotenzial für Themengebiete wie für Methodologien und Präsentations- bzw. Vermittlungsformen befragt werden.
Die anderen Workshops gehen von Beispielen konkreter Forschungsvorhaben aus (‚Fallstudien‘ in Medien und Kunst / aktuelle Vorstellungen kindlich-jugendlicher Sexualität / kulturelle Konflikte, Dynamiken und Phantasmen / Filmbildung. Filme übers Lehren als empirisches Material / Diskursanalyse / Forschungsbedarf aus Sicht des Sächsischen Staatsministeriums für Kultus). Am zweiten Tag werden kunstpädagogische Forschungen, die seit dem letzten Forschungstag in Düsseldorf 2009 abgeschlossen wurden, vorgestellt und diskutiert.

Konzeption und Organisation
Jun.-Prof. Dr. Sara Burkhardt (Technische Universität Dresden / Hochschulreferentin des BDK), Prof. Dr. Christine Heil (Kunsthochschule Mainz), Prof. Dr. Marie-Luise Lange (Technische Universität Dresden), Prof. Dr. Karl-Josef Pazzini (Universität Hamburg)

Vorträge
Dr. Nina Hinrichs: „Sehweisen und Vermittlungsstrategien des Weltnaturerbe Wattenmeeres in der Kunst“ // Koreferat: Marie-Luise Lange
Jörg Grütjen: „Der Umgang mit zeitgenössischer Kunst in der Schule als kommunikativer Prozess – Komparative, qualitative empirische Unterrichtsforschung im Kunstunterricht der Oberstufe“ // Koreferat: Christine Heil
Florian Schaper: „Bildkompetenz – Kunstvermittlung im Spannungsfeld analoger und digitaler Bilder“ // Koreferat: Karl-Josef Pazzini
Dr. Manuel Zahn: „Ästhetische Film-Bildung“ // Koreferat: Christine Heil
Dr. Marcus Recht: „Gender-Bild-Didaktik am Beispiel des TV-Vampirs” // Koreferat: Karl-Josef Pazzini

Workshops
1 Globale Ansichten und lokale Ausstellungen
Berit Bethke, MA (Universität Potsdam)
2 Aktives Sammeln am Deutschen Hygiene-Museum. Themen – Methoden – Objekte
Dr. Sandra Mühlenberend (DHMD)
3 Das Drama der Leidenschaften oder Wie stellt man Gefühle aus? Zur Ausstellung „Leidenschaften“ im DHMD
Dr. Catherine Nichols (Kuratorin, Berlin)
4 Psychoanalytische Blicke auf kulturelle Phänomene  – „Übergriff“ als Forschungsgegenstand, Fragestellung, Verfahren.
Dr. Insa Härtel (Universität Bremen)
5 Filme über das Lehren als Übertragungsgeschehen.
Dr. Manuel Zahn (Universität Hamburg)
6 Ethnographie und Kunstunterricht – Was leistet die Ethnographie für die Erforschung von Kunstunterricht?
Dr. Michael Meier (Universität Flensburg)
7 Diskursanalyse.
Esther Richthammer (Kunsthochschule Mainz und Johannes Gutenberg-Universität Mainz)
8 Transfer-Fragen. Der Stellenwert von Implementierungsstrategien für die Wirksamkeit von Forschungen.
Ralf Seifert (Sächsisches Staatsministerium für Kultus)

 

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