Widerstand in Brandenburg

Der Trend, das Schulfach Kunst mit Kräften aus dem außerschulischen Bereich aufzufüllen und die professionelle – auf Schule ausgerichtete – Ausbildung von Kunstpädago_innen zu vernachlässigen ist in Brandenburg besonders drastisch. Mit Schließung der Kunstpädagogik-Ausbildung an der Universität Potsdam veränderte sich das Studienangebot für das Fach Kunst in Brandenburg grundlegend: Es werden keine Kunstlehrkräfte mehr  ausgebildet. Die Lücken sollen nun von außerschulischen Interessenten geschlossen werden, wie in der Pressemitteilung des Landes Brandenburg bereits angekündigt wurde.

Der BDK-Landesverband Brandenburg und der gV des BDK – Fachverband für Kunstpädagogik e.V. wenden sich gegen den geplanten, völlig unangemessen Einsatz von Lehrkräften Weiterlesen »

Rund um den BuKo 12 und um Themen des Lernens und der Vermittlung

Liebe Leserin, lieber Leser,

das vor uns liegende aktuelle Heft der BDK-Mitteilungen bietet diesmal zwei Besonderheiten: Zum einen finden Sie Berichte, Texte, Bilder und weitere Eindrücke zur Abschlussveranstaltung des Bundeskongresses der Kunstpädagogik 2010–2012 in Dresden.
Zum anderen erhielt die Redaktion vier Leserbriefe zu unterschiedlichen Themen und Beiträgen aus den letzten Heften. Von diesen Leserbriefen aus lassen sich wiederum thematische Verknüpfungen zu den Bundeskongress-Berichten herstellen.
Die Diskussionen werden ebenfalls im Internet weitergeführt; unter anderem nach Erscheinen des Heftes auf der Website des BDK (www.bdk-online.info), welche von Werner Fütterer – Zweiter Vorsitzender im Geschäftsführenden Bundesvorstand des BDK – betreut wird.
Wir wünschen Ihnen eine anregende Lektüre und freuen uns – im Sinne des Mottos des Bundeskongresses „Partizipation“ – über weitere Zuschriften und Beiträge.

Ihr Redaktionsteam


Inhalt

Cynthia Krell & Jörg Grütjen
„kunst.pädagogik.partizipation“ im Oktober 2012
Bundeskongress der Kunstpädagogik in Dresden
4

Lisa Rosa
Die Zukunft des Lernens
Von den Visionen des „Lernens für später“ zum Sinnbildungslernen der Gegenwart
10

Hans Artmann
M wie Mund, Z wie Auge, 8 wie Ohr?
Verschlüsselte Gesichter als Pinselzeichnung in der 6. Klasse
14

Sabine Sutter
Kunstvermittlung und Improvisation:
Die MMK-Radioshow
16

Saba Nina Bach
Selbstständige Lernerfahrungen
im Gestaltungsunterricht Untersuchung eines Fallbeispiels
18

Doreen Kolaschinsky
Malen, Experimente und Drucken
Gestaltungsprozesse bei Kindern mit mehrfacher Behinderung und Sehbeeinträchtigung pädagogisch begleiten
23

Ulrike Thoms
Schriftkunststücke – Ort und Typografie
27

Katharina Schreiber
Nackt? – Akt! – Bildnerische Darstellung von Akten mit Pubertierenden
Probleme und Chancen im Kunstunterricht mit Blick auf Ergebnisse der Hirnforschung
31

Gerrit Höfferer
ENViL – European Network Visual Literacy
35

Gesa Krebber
Vielfältige Fachcommunity im virulenten Austausch
Kunstpädagogischer Forschungstag, Oktober 2012 im Deutschen Hygienemuseum Dresden
36

Elfi Alfermann & Jörg Grütjen
Bedeutung im Dazwischen der Bilderfluten
BDK-Tagung in Düsseldorf
38

Jörg Grütjen
„Gesprächskultur erleben, empathisches und zugleich kritisches Zuhören und Hinterfragen“
Loccum 2012
40

Mitteilungen 2

Bücher, Medien 42

Leserbriefe 46

Impressum 50

Personalia 50

Mitteilungen 51

 



 

30.09.-01.10.2011 in Dresden

Als Abschluss des Stipendienprogramms „kiss Kultur in Schule und Studium“ (2007-2011) wird auf einer Fachtagung im Kunsthaus Dresden und an der TU Dresden der Frage nach dem Stellenwert von aktueller Kunst und Medienkultur im Kunstunterricht nachgegangen.

„kiss – Kultur in Schule und Studium“ heißt eine Initiative des BDK e.V. Fachverband für Kunstpädagogik und der Siemens Stiftung zur Förderung der Vermittlung aktueller Kunst und Medienkultur in der Schule. Studierende der Kunstpädagogik erarbeiteten 2008-2010 im Rahmen von Stipendien gemeinsam mit Künstlerinnen und Künstlern Unterrichtskonzepte und führten sie an Schulen durch. Aktueller Kunst wird bei „kiss“ ein Bildungspotenzial zugesprochen. Ihr wird unterstellt, dass ihre Methoden und Strategien Schülerinnen und Schülern neue Handlungsfelder eröffnen und ihnen ermöglichen, im Verlauf kommunikativer Arbeitsprozesse ihre individuellen Weltsichten zu artikulieren und in eigene gestaltete Produkte zu überführen.
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Liebe Leserin, lieber Leser,

die vorliegende zweite Ausgabe der „BDK-Mitteilungen“ dieses Jahres ermöglicht Ihnen wieder einen umfassenden Einblick in aktuelle Diskurse der   Kunstpädagogik und benachbarter Fachdisziplinen, der von der Verknüpfung des Kunstunterrichts mit einer Fremdsprache bis hin zur architektonischen Auseinandersetzung mit Schulbauten reicht. Der Beitrag von Edith Glaser-Henzer schaut sogar über deutsche Landesgrenzen hinaus und erläutert die an Bildungsstandards orientierte Kompetenzformulierung des Faches „Bildnerisches Gestalten“ in einem Kanton der Schweiz – eine seltene Möglichkeit des internationalen Vergleichs kunstdidaktischer Konzeptionen und Ausrichtungen.

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Apr 172011

Partizipatorische Kunstpädagogik in der Grundschule

Diskussion und Erprobung von kunstbezogenen Unterrichtsmodellen
Tagung in 3 Phasen

 

 

 

 

 

 

 

Veranstalter: Prof. Dr. Andreas Brenne, Prof. Dr. Christina Griebel, Prof. Mario Urlaß
Auftakt: 20. Mai 2011, 9-17.30 Uhr
Universität Kassel, Institut für Musik, Konzertsaal
Mönchebergstr. 1, 34109 Kassel
In Hessen akkreditiert als Lehrerfortbildung (10 Punkte; Az. IQ-0666230-U003465).

Grundgedanken: Die bildende Kunst hat bis in die Gegenwart vielschichtige Entwicklungen durchlaufen. An der Alltagsdidaktik in der Primarstufe sind diese größtenteils vorbeigegangen: Der Kunstunterricht ist geprägt von fertigkeitsorientierter Brauchtumspflege oder dem mimetischen Nachvollzug eines überschaubaren Kanons von Vor-Bildern. Dem steht ein künstlerisches Bezugsfeld gegenüber, in dem es um ästhetische Äußerungen auf der Basis multisensorischer Wahrnehmungen geht, die sich intermedial zu artikulieren suchen. Dies ist ein Modell, das kindlichen Bildungsprozessen in ihrer Vielfalt und Heterogenität entspricht und die Grenzen der Kunstpädagogik überschreitet. In diesem Zusammenhang ist der Gedanke der Partizipation von zentraler Bedeutung. Denn Teilhabe bedeutet, dass Kinder berechtigt sind, sich an der Ausgestaltung von Unterricht und von kunstbezogenen Erfahrungsprozessen zu beteiligen, und dass sie sich darin produktiv entfalten können. Es geht um die „1000 Sprachen der Kinder“.

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