Erfolgreicher Aktionstag des BDK

Der bundesweite Aktionstag des BDK am 21.Mai hat vielerorts zu einem deutlichen Statement für den Kunstunterricht in den Schulen und für die Wichtigkeit einer guten Ausbildung von KunstpädagogInnen geführt. Leider findet an vielen Schulen zunehmend weniger Kunstunterricht statt oder wird fachfremd unterrichtet. Forderungen seitens der Ministerien oder der KMK, Kulturelle Bildung in der Schule stärker zu verankern, ignorieren dies schlechthin. Anstatt sich unumwunden für eine Stärkung (oder wenigstens einen Abbau-Stopp) der Musischen Fächer im Kanon der Schulfächer einzusetzen, wird auf projektartige kooperative Modelle mit außerschulischen Kulturschaffenden gesetzt.
Maßnahmen kultureller Bildung im Bereich Schule können durchaus gewinnbringend sein, sie können z.B. die Vernetzung fördern und den Blick auf neue, spannende Felder und Partnerschaften richten, hier arbeitet der BDK bereits an vielen Stellen mit – den Regelunterricht ersetzen sollten sie indesss nicht.
Durch kreative Aktionen in den Schulen und in deren Umfeld – gut organisiert von den jeweiligen Fachkollegien vor Ort, angeregt und begleitet von den Landesverbänden des BDK –  konnte die Problematik des Faches in der Öffentlichkeit verdeutlicht werden. Der Bundesvorstand hatte im Vorfeld durch Presseerklärungen auch überregional auf die Wichtigkeit dieses Tages hingewiesen. Da die Aktionen im Rahmen der Internationalen Woche der Kulturellen Bildung stattfanden, haben sich stellenweise auch außerschulische Kooperationspartner mit der Thematik beschäftigt und an einzelnen Aktionen in den Regionen beteiligt. Die genaue Aufarbeitung wird in den Gremien des BDK, auf der Herbsttagung und in den BDK-Mitteilungen stattfinden.

Einige Presseberichte und Fotos von den Aktionen werden vorab hier auf der Homepage des BDK veröffentlicht.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Bundesweiter Aktionstag am 21. Mai 2014

Der bundesweite Aktionstag des BDK am 21.Mai hat das Anliegen “Bildung braucht Bilder”  deutlich in der  Öffentlichkeit platziert. Bereits im Vorwege wurde pressemäßig  auf den Tag hingewiesen, Kolleginnen und Kollegen haben vor Ort mit den Schülerinnen und Schülern Aktionen durchgeführt. Die Nachbereitung ist noch nicht abgeschlossen aber an dieser Stelle sollen Impressionen einen ersten Eindruck vermitteln, weitere Beiträge folgen.

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“Kunstbaustelle” an der Goetheschule Flensburg

Aktionstag in Halle

Aktionstag in Halle – Studierende unterstützen die Schülerinnen und Schüler

 Auch an der Europaschule Rövershagen in Mecklenburg-Vorpommern war die "Kunst dann mal weg".

Auch an der Europaschule Rövershagen in Mecklenburg-Vorpommern war  ”Kunst dann mal weg”.

Zum bundesweiten BDK-Aktionstag

“Nicht für das Leben, sondern für die Schule lernen wir” Der römische Schriftsteller und Philosoph Seneca (4 v. Chr. bis 65 n. Chr.) hatte schon früh erkannt, dass die Schule nicht unbedingt dazu geeignet ist, junge Menschen auf  das Leben vorzubereiten. Heute scheint diese Erkenntnis besonders zu greifen, ja, verschärfend kann konstatiert werden, dass Schülerinnen und Schüler eher für bessere PISA-Werte lernen müssen. Der Widerstand gegen das Bildungsdiktat, das die OECD mit PISA ausübt, vernetzt sich zunehmend. Die Gesellschaft für Bildung und Wissen GBW hat  einen offenen Brief  an PISA-Chef Andreas Schleicher formuliert, der die verheerenden Folgen benennt, die notwendigen kritischen Fragen stellt und Vorschläge zur Besserung macht.
Nach der neuesten Sonderauswertung im internationalen PISA-Vergleich sind 15-Jährige in Deutschland mit dem Lösen von Alltagsproblemen überfordert. Im Test war kreatives “Um-die-Ecke-Denken” gefordert. Abgesehen davon, dass die Bedienung eines Fahrkartenautomaten (Testbeispiel) auch andere Altersgruppen häufig überfordert, wäre hier vielleicht eine Forderung an verbessertes Display-Design und selbst erklärende Funktionalität anzuführen. Bemerkenswert ist aber auch, dass im Zusammenhang der Testergebnisse kein Wort über das Schulfach Kunst verloren wird, in dem ja die Fähigkeit des Querdenkens in vielen Bereichen entwickelt wird. Gerade der Kunstunterricht beschäftigt sich mit kreativen Problemstellungen, mit ungewohnten Sehweisen, mit dem Ausloten mehrerer Lösungswege, mit komplexen Gestaltungsfragen und wird doch in der vorherrschenden Sicht häufig als Begabungs-, Entlastung- und Dekorationsfach gesehen.
Das ist zu kurz gedacht und auf die Zukunft ausgerichtet fatal. Der Kunstunterricht in der Schule ist vielfältig und legt die Basis für das Verständnis von Bildkultur und grundlegende gestalterische Fähigkeiten, Schlüsselkompetenzen werden hier entwickelt. Professionell ausgeführter Kunstunterricht von gut ausgebildeten KunstpädagogInnen ist deshalb wichtig, Einschränkungen und Einsparungen im Bereich der ästhetischen Bildung sind nicht zu akzeptieren. Der BDK-Aktionstag am 21. Mai ist also mehr als notwendig, um dieses in der Öffentlichkeit deutlich zu machen. Ausführlich und treffend hat es auch Clemens Höxter vom BDK-Referat Kulturelle Bildung  auf dem Portal “Kultur bildet” formuliert.

Werner Fütterer

Schlafen

Die Wände bleiben leer, das Material wird zusammengepackt. Für den Aktionstag am 21.Mai will der BDK deutlich machen, dass es ohne guten Kunstunterricht nicht geht. (Foto: O.Kreyßing)

BDK-Mitteilungen als ePaper

 

++ Vorschau auf das aktuelle Heft  ++

 

BDK_Mitteilungen2_14TitelLiebe Leserin, lieber Leser,

die in den zurückliegenden zwei Jahren vom BDK erhobenen detaillierten Zustandsbeschreibungen des Kunstunterrichts in den Bundesländern, vor allem dessen personelle Absicherung, belegen das erwartete, ernüchternde Bild: Oftmals wird fachfremd unterrichtet, qualifizierter Nachwuchs fehlt, die Zahl der Ausfallstunden steigt, das eigenständige Fach wird zunehmend in Facherverbünden aufgelöst oder durch externe Dritte im Ganztagsbereich abgewickelt. Es ist höchste Zeit, als Berufsverband für Kunstpädagogik auf massive bildungspolitische Fehlentwicklungen zu reagieren und in der Öffentlichkeit auf diese hinzuweisen!
Im letzten Heft 1/2014 wurden auf Seite 4 und 5 Argumentationsgrundlagen für die Notwendigkeit des Kunstunterrichts veröffentlicht. Wir rufen Sie dazu auf, sich am Aktionstag 21. Mai 2014 im Rahmen der Internationalen Woche der Kulturellen Bildung zu beteiligen, die von der UNESCO ausgerufen wurde. Ihr BDK-Landesverband bietet Ihnen Unterstützung und Kontakte hierfür.
Zugleich steht schon jetzt fest, dass es mit einmaligen Aktionen nicht getan ist, um den langfristigen Erhalt gutenKunstunterrichts zu gewährleisten. In den kommenden Ausgaben der BDK-Mitteilungen werden wir über einzelne Aktionen in den Landesverbänden und Resonanz berichten.

Eine anregende Lektüre wünscht Ihnen
Ihre Redaktion

 

Inhalt

Klaus Küchmeister & Egid Spies 
„DigitalARTisten“
BDK stiftet beim Deutschen Multimediapreis MB21 einen Sonderpreis für den Film „Erfülltes Leben“ der Grundschule Rieden
4

Solveig Finck & Sybill Hecht 
‚neben der Straße‘ [dis|location -.- com|munication]
Ein H.rkunststück, das die Stadt bewegt
8

Katharina Schreiber & Anna-Lina Abel  
Woher kommt der Name unserer Schule? – Ein Filmprojekt
12

Ludwig Jäger 
Kunstunterricht an einem Förderzentrum mit Schwerpunkt geistige Entwicklung
Beispiele und Fragen
17

Thomas Michl
„Wir gehen auf Fotos-Jagd!“ (1)
Der Umgang mit der Digitalkamera als ästhetische Praxis der frühen Kindheit
21

Oliver Jung 
Mit künstlerischen Mitteln eigene Modelle für Lebensstrategien entwickeln?
Personzentrierte Bildung durch die Künste
25

Stefan Skiba 
Vektorgrafik – eine Technik für den zeitgenössischen Kunstunterricht
29

Karina Pauls 
„Partizipation – bildkompetent und interkulturell“

Bericht über eine Tagung des BDK Landesverbandes Nordrhein-Westfalen im Januar 2014
35

Diethard Herles 
Hans Daucher – Ein Leben für Kunst und Bildung
37

Bücher, Medien 42

Mitteilungen 48 & 51

Impressum 50

Personalia 50

Hauptversammlung 2014 in Essen

Abstimmung

Wichtiger Bestandteil einer HV: Abstimmung über Anträge

Harte Arbeit ist im Ruhrgebiet schon immer verankert gewesen, aber eben auch urbane Gemütlichkeit und kulturelle Vielfalt. Unter diesen wegweisenden Voraussetzungen fand kürzlich die Hauptversammlung 2014 des BDK in Essen statt. Eingebettet in ein hochinteressantes kulturelles Programm, das in das Museum Folkwang und in den Landschaftspark Duisburg-Nord führte, wurden mehr oder weniger brisante Tagungsordnugspunkte abgearbeitet und die gemeinsame Arbeit für das kommende Jahr in den Blick genommen. Aus der Fülle der Anträge und Themen ragte erwartungsgemäß die Diskussion um die notwendige Beitragserhöhung für 2015 nach 10 Jahren konstanter Sätze heraus, die letztendlich beschlossen wurde, um erforderliche Maßnahmen und Projekte finanzierbar zu machen und um mit der wirtschaftlichen Entwicklung Schritt halten zu können. Kontrovers diskutiert wurde auch über die Zukunft des Berlin-Förderseminars für engagierte und talentierte KunstschülerInnen, über Partnermitgliedschaften und mitgliedergenerierende Maßnahmen sowie über die Einrichtung eines schulischen Kunstzertifikats zur Qualitätssteigerung.

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Bundesweite konzertierte BDK-Aktion am 21. Mai 2014
im Rahmen der Internationalen Woche der Kulturellen Bildung 2014 (UNESCO)

KarteAufgrund der prekären Situation des Faches Kunst ruft der BDK sämtliche Schulen aller Schulformen dazu auf, an einer bundesweiten Aktion teilzunehmen. Ziel ist es, die Öffentlichkeit darauf aufmerksam zu machen, dass fachlich fundierter Kunstunterricht lange schon keine Selbstverständlichkeit mehr ist. An der Basis beginnend möchte der BDK ein Bewusstsein für diesen Notstand schaffen: Bei den Schülerinnen und Schülern, den Kolleginnen und Kollegen anderer Fachschaften, den Schulleitungen und nicht zuletzt bei den Eltern. Wichtig ist auch eine Präsenz in der Presse.

Als visueller Appell soll eine Zukunft deutlich vor Augen geführt werden, in der ästhetisch fundierte Bildung in der Schule nicht mehr garantiert ist. Der BDK bittet alle Mitglieder diese bundesweite Aktion des BDK an den jeweiligen Nachbarschulen bekannt zu machen bzw. Argumentationspapiere an die Kunstfachschaften anderer Schulen weiterzuleiten.  Der BDK hat auf seiner Herbsttagung 2013 in einer Arbeitsgruppe Vorschläge zum Aktionstag erarbeitet.

Pressemitteilung des BDK-Bundesvorstands (PDF)

In den BDK-Mitteilungen  1-2014 sind zwei Texte erschienen, die hier zur Information und Argumentation als Download bereitgestellt sind.

Elfi Alfermann: Zur Situation des Schulfaches Kunst 

 Martin Klinkner/Rolf Niehoff: Deshalb Kunstunterricht!

Vorschau

++ Die neuen BDK-Mitteilungen erscheinen zum 15. Februar, hier vorab ein Blick auf das Editorial und den Inhalt ++

Titel-1-2014_BDKLiebe Leserin, lieber Leser, 
für den Mai 2014 plant der geschäftsführende Bundesvorstand des BDK zusammen mit den Landesverbänden dezentrale Aktionen, um auf die Bedeutung unseres Faches in allen Schulformen und auf allen Klassenstufen aufmerksam zu machen. Hierzu finden Sie auf den beiden folgenden Seiten ein Statement zur Bedeutung des Faches Kunst sowie eine Lagebeschreibung. Beides soll Sie und uns dazu veranlassen, sich bei dieser Initiative zu engagieren. Die Texte wurden verfasst vom Vorsitzenden des Bundesverbandes, Martin Klinkner sowie von Elfi Alfermann und Rolf Niehoff aus dem BDK-Landesvorstand Nordrhein-Westfalen. Bitte setzen Sie sich hierfür mit dem Vorstand Ihres BDK-Landesverbandes oder dem Bundesvorstand in Verbindung.
Aktuelle Informationen über Veranstaltungen finden Sie dann im Laufe der nächsten Monate auf der Internetseite des BDK-Bundesverbandes (www.bdk-online.info) sowie auf der BDK-Facebook-Seite .

Mit kollegialen Grüßen,
Ihre Redaktion
 

Inhalt

Elfi Alfermann: Zur Situation des Schulfaches Kunst 4

Martin Klinkner & Rolf Niehoff: Deshalb Kunstunterricht! 5

Tobias Thuge: Fachentwicklung, Steuerfragen, Lehrerbildung - Thematische Schwerpunkte beim Herbstreffen des BDK 6

Über vierzig Jahre für den BDK - Glückwünsche und Dank an Ole Dunkel 8

Wolfgang Zacharias: Es war einmal – und weiter so / Jubiläumsjahr 2013: 50 Jahre BKJ, 40 Jahre PA, 30 Jahre BJKE 10

Marc Fritzsche: Individuelle Perspektivenauf das weltgrößte Sportereignis - 2500 Einreichungen beim Malwettbewerb „Olympische Spiele – wie ich sie sehe!” 14

Larissa Draeger & Georg Peez:Darstellung von Publikum im Olympia-Stadion / Analyse von Zeichnungen aus dem Wettbewerb „Olympische Spiele – wie ich sie sehe!“ anlässlich der Olympischen Sommerspiele in Peking 2008 17

Nicole E. Berner: Kunstpädagogische Kompetenzen - Zur Entwicklung professioneller Lehrerkompetenzen im Studium anhand eines gemeinsamen Lehr-Lern-Projekts mit Schülerinnen und Schülern der Sekundarstufe I 23

Lisa de Meer:Ästhetische Erfahrung rekonstruieren - Empirisch Forschen in der kunstpädagogischen Erwachsenenbildung 28

Dörthe Klabunde: „Was ist für dich das -Besondere an dem Bild?“ - Impulse und Anregungen zur Bildbetrachtung 32

Anna H. Frauendorf: Alle Jahre wieder - Zum 9. Arbeitstreffen für Kunstreferendare und Kunstausbilder 37

Lis Kunst: Zeichnen als Erkenntnis -Symposion an der Akademie der Bildenden Künste München 38

Sara Burkhardt: Folge-Camp: Was bedeutet „Forschungsorientierung“ für die Lehrerbildung? 40

Katja Böhme & Evelyn May: Kunstunterricht – Wer mischt mit? / Perspektiven zur Tagung „Räume Kultureller Bildung“ 42

Christina Inthoff & Fabian Hofmann: Nachwuchsforschende im Austausch - 10. Forschungskolloquium in Loccum 44

Bücher , Medien 46

Impressum 50

Personalia 50

Mitteilungen 2 & 51

 

"Kunstunterricht gut stärken"

Auf Beschluss der UNESCO findet von 20. – 26. Mai 2013 zum zweiten Mal die International Arts Education Week statt.
Ziel dieser Woche ist es, das Bewusstsein für die Bedeutung von kultureller Bildung, Kulturvermittlung und Kunsterziehung zu fördern sowie die Sichtbarkeit all jener, die sich dafür engagieren, zu stärken. Konkret soll dies über weltweit, zur gleichen Zeit stattfindende Präsentationen von Projekten und Aktivitäten erreicht werden. Die verstärkte Zusammenarbeit zwischen den AkteurInnen und Interessierten aus diesem Bereich ist das erklärte Ziel. Einige Beispiel internationaler Aktionen seien hier präsentiert. (Infotext UNESCO Österreich). Bemerkenswert ist in diesem Zusammenhang, dass auf der deutschen UNESCO-Seite wenig darüber zu finden ist, hier wird die Kultur stärker herausgestellt.

“Kultur gut stärken”

Kulturelle Bildung und kulturelle Vielfalt sichtbar werden lassen. Im Jahr 2001 hat die Generalversammlung der Vereinten Nationen den 21. Mai zum “Welttag der kulturellen Vielfalt für Dialog und Entwicklung” ausgerufen, um den Beitrag von Kulturschaffenden und Künstlern für den Dialog der Kulturen zu unterstreichen. Im Zeitraum vom 18. bis 26. Mai stattfinden – so wird aus dem Aktionstag eine ganze Aktionswoche für kulturelle Vielfalt in Deutschland. Kulturvereine, Initiativen, Künstler, Künstlergruppen, Schulen und weitere Akteure der deutschen Kulturlandschaft sind eingeladen, den UNESCO-Welttag der kulturellen Vielfalt zu gestalten und so zum Teil einer Bürgerbewegung für kulturelle Vielfalt zu werden. Infos: Kulturstimmen.de