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Wie bereits im letzten Heft, finden Sie auch in der vorliegenden Ausgabe wieder zwei Reaktionen auf einen früheren Beitrag der BDK-Mitteilungen. Zwei Kollegen kommentieren auf Seite 13–19 kritisch die acht Thesen von Andreas Schoppe „Künftiger Kunstunterricht braucht Veränderung“ aus Heft 2 / 2010, S. 2–4.

Um die grundsätzliche Richtung von Kunstpädagogik und Kunstunterricht ging es auch Ende letzten Jahres bei der professionell organisierten Auftaktveranstaltung „Part01“ der Inititiativgruppe „Bundeskongress Kunstpädagogik 2012“ in Frankfurt am Main (vgl. BDK-Mitteilungen 4 / 2010, S. 45). Circa 160 Personen im Publikum erwarteten vor allem vom Podium Antworten auf die Frage „Wie viel Kunst braucht die Kunstpädagogik?“ Man war sich uneins über die Ausrichtung des Faches in Richtung Kunst, Bild oder Gestaltung. Themen wie Diagnostik, Standards, Heterogenität, didaktische Reduktion oder Werkstätten wurden kontrovers behandelt. Der Diskussionsleiter versuchte dennoch, am Ende einen harmonischen Konsens zu ermitteln.

Kurz-Kommentare der per Livestream im Internet gezeigten Veranstaltung ließen sich parallel über Twitter-Beiträge verfassen. Eine Partizipation – wichtiges Anliegen der Initiativgruppe – war mittels Redebeiträgen in der letzten Dreiviertelstunde der Veranstaltung möglich. Die Kommunikation gestaltete sich hier zum Teil schwierig: „Ich verstehe zwar nicht deine Frage, aber ich spüre etwas“, vernahm man vom Podium ins Publikum gerichtet. Auf die alltagsnahe Eingabe einer Lehrerin („Welche Kunstwerke sollen denn im Kunstunterricht behandelt werden?“) fanden sich keine konkreten Antworten. Die „Fragenpakete“ wurden letztlich an die weiteren „buko12“-Veranstaltungen verwiesen, die in diesem Jahr stattfinden. In den nächsten Ausgaben der BDK-Mitteilungen wird ausführlicher berichtet werden. Bereits in diesem Heft finden Sie auf S. 32–33 einen Tagungsbericht von Carina Herring zu „Part01“.

Georg Peez für die Redaktion

Inhalt
Martin Plümper
Gestaltung und Nachahmung
Kunstrezeption, Inszenierung, Fotografie und Bildbearbeitung
4

Andreas Schwarz
Malbücher – (k)eine Herausforderung für die Kunstpädagogik?
8

Christian Bromig
Vorwärts nach Rückwärts – ins Nirgendwo
Wider die Banalisierung des Faches Kunst
13

Herbert Keune
Eine Provokation mit leichter Hand geschrieben
Replik zu „Künftiger Kunstunterricht braucht Veränderung. 8 Thesen“
16

Agnes Bube / Christine Hümpel-Lutz
Was vermittelt Kunst? Und wie Kunst vermitteln?
Ästhetische Erfahrungen in der Auseinandersetzung mit Kunst im Museum und im Kunstunterricht
20

Marie-Luise Dietl
Türme aus Papier
Unterrichtsprojekt in der 8. Klasse einer Hauptschule
24

Wolfgang Balz
Oval mit Spitzen
Henry Moore im Kunstunterricht der Grundschule
26

Alexander Wahner / Eva Nöthen
Stadt – Skulptur – Relief
Eine Unterrichtseinheit zwischen PC-Pool und Werkraum für Klasse 9/10
28

Carina Herring
„Überforderung als Antidepressivum“ / Bundeskongress Kunstpädagogik 2012, Part01 – Wie viel Kunst braucht die Kunstpädagogik?
32

Katja Helpensteller / Gila Kolb
Siebtes kunstpädagogisches
Forschungskolloquium Loccum
34

Marc Fritzsche
Ein schillernder Anfangspunkt
Die Tagung „Arts for Education!“ der Stiftung Mercator in Essen
36

Anna H. Frauendorf
Über den Tellerrand schauen
Das Kunstreferendarstreffen
38

Jörg Grütjen / Elfi Alfermann
Künstlerinnen und Künstler in die Schulen?
Bericht von einer BDK-Tagung in der Kunstakademie Düsseldorf
40

Werner Fütterer
Kunst mit Medien, Kunst und Medien, Medienkunst?
Fragen zum Einsatz neuer Medien im Kunstunterricht
43

Bücher, Medien 44
Impressum 50
Personalia 50
Mitteilungen 51

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